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Ja gut, ich denk mal, ein Stück weit...
Januar 2012
Teneriffa ist ja ganz schön – der Vulkan Teide, die rauschende Brandung am schwarzen Sandstrand, die Schankstuben der örtlichen Winzer mit Weinsorten, die lustvolle Überraschungen bieten – wenn nur die deutschen Sandalen-Rentner nicht wären, die deutschen Cafés ( „deutscher Filterkaffee?“), die deutschen Bäckereien, die deutschen Kramläden („Fundgrube – alles billiger“). Der Urlaub dort war eine Erfahrung. Muss man nicht wiederholen.
Dezember 2011
Abhaken! Mal sehen, was 2012 bringt. Wenn man sich einige Entwicklungen in der Wirtschaft, der Politik und der globalen Umweltzerstörung ansieht, könnte man versucht sein zu glauben, die Interpretation des Maya-Kalenders, wonach am 21.12.2012 die Welt untergeht, könnte was dran sein. Aber vorher geht die FDP unter ;-)
November 2011
So, jetzt sind wir 7 Milliarden Menschen auf der Erde. Und jedes Jahr kommen 80 Millionen hinzu, so viele, wie Deutschland Ein-wohner hat. Kriege um knappes Öl, Wasser und Land sind absehbar. Aber unsere ach so global denken Politiker fordern, dass mehr Deutsche geboren werden sollen. Wie nationalistisch darf man sein?
Oktober 2011
Zumindest die Natur hatte ein fruchtbares Jahr. Beim Joggen im Wald brauchst Du einen Schirm, weil die Bäume mit allem werfen, was sie haben: Eicheln, Kastanien, Walnüsse. Das wird ein Fest für die Wildschweine. (Wieso ich dabei jetzt an unsere Regierung denken muss...?)
September 2011
Stauffacher
Wir könnten viel, wenn wir zusammen stünden.
(...)
Tell
Ein jeder zählt nur sicher auf sich selbst.
Stauffacher
Verbunden werden auch die Schwachen mächtig.
Tell
Der Starke ist am mächtigsten allein.
August 2011
Also ICH werde die Welt nicht mehr retten.
Ab sofort trage ich jeden Abend ein Memo in meinen Kalender ein.
Rubrik: Was war heute schön?
Juli 2011
Debatte über „Gefühle”.
Meine Auffassung: Gefühle sind die meistens weniger bewusste Wahrnehmung der neuronalen Verarbeitung elektrochemischer Reize als Folge der Ausschüttung spezieller Hormone.
Muss man nicht so ernst nehmen.
Juni 2011
Dieses Tagebuch wird Anfang 2012 aufgegeben, aber folgende Prognose werde ich mir aufheben und in 30 Jahren noch einmal anschauen: „...und die Erde wird wüst sein.“ Entweder sorgt der Klimawandel dafür, weil das politisch ausgegebene Ziel, einen Temperaturanstieg um maximal zwei Grad zu begrenzen, angesichts des sich verdreifachenden Verkehrs zu Lande und in der Luft und des weiteren Anstiegs der Menge konsumierender Homo rapiens nur noch Fassade ist. Oder weil die griechische Krankheit sich auf die großen Industrienationen ausgedehnt hat (auch die USA sind ja am Rande der Zahlungsunfähigkeit) und die Weltwirtschaft zusammen-gebrochen sein wird.
Das würde dann den Treibhauseffekt tatsächlich etwas dämpfen.
Mai 2011
Alea jacta est: Eins, zwei, drei im Sauseschritt, eilt die Zeit, wir eilen mit. Was das bedeutet? Die Zeit für diese Website wird in ein paar Monaten abgelaufen sein, wir sehen uns auf Facebook!
April 2011
Bevor ich mit den Wölfen heule,
werd' ich lieber harzig, warzig, grau,
verwandele ich mich in eine Eule
oder vielleicht in eine graue Sau.
(Reinhard Mey)
März 2011
In Japan wurde die Eiskunstlauf-WM abgesagt. Wegen der zerstörten Atomkraftwerke. Ersatzweise übt in Deutschland die Kanzler-Darstellerin Dr. A.M. deswegen nun Hochgeschwindigkeits-Pirouetten: Laufzeiten verlängern; Verlängerung bestätigen; Verlängerung aussetzen; ein AKW abschalten; sieben AKW sofort (!) abschalten. Die Punktrichter - das Wahlvolk - können ihr kaum noch folgen. Die Kandidatin bekommt die Höchstnote: 10 Punkte. In der Kategorie Heuchelei und Opportunismus.
Februar 2011
Mal sehen, wie ich in elf Monaten darüber denken werde, aber momentan scheint 2011 sich ganz gut anzulassen: In bundesdeutschen Landen bröckelt schwarz-gelb so stark, dass auch in Berlin die Sessel unserer Politikdarsteller wackeln; die Diktaturen im Norden Afrikas werden vom Willen zur Demokratie überwuchert; ARD und ZDF beschließen, die Tour-de-Doping in Frankreich nicht mehr live zu belobhudeln. Und ein paar Wirtschaftskriminellen geht es anscheinend doch noch an den weißen Kragen. Also, geht doch!
Januar 2011
„Zwischen den Jahren“ war es endlich so weit: den „Dr. Faustus“ von Thomas Mann aus dem Regal genommen, das Buch, das mir der Deutschunterricht (oder der Deutschlehrer?) auf Jahrzehnte verleidet hatte. Nach 80 Seiten war ich drin - und ärgere mich rückwirkend, dass ich es nicht schon früher wieder versucht habe. Dolles Buch.
Dezember 2010
Jetzt nähert sie sich wieder ihrem Höhepunkt, die Hysterie um das in Weihnachtspapier gewickelte Goldene Kalb. Der angebliche Urheber dieses Terrors, das Krippenkind, würde, gäbe es ihn, die Meute mit Faustschlägen aus den glitzernden Tempeln des Konsums treiben.
November 2010
Es ist nicht mehr zu leugnen, mein 54-jähriger Körper hat den „peak age“ erreicht. 18 Monate lang habe ich es nicht mehr geschafft, die zehn Kilometer in einem Schnitt von 4:30/km zu laufen. Nun kämpfe ich mit dem Schnitt von 5:00. Es scheint an der Zeit, sich neue Ziele zu setzen: Solange beim Alter die 5 vorne steht, soll es auch beim Laufen so sein. Ob es dann, wenn die 6 vorne steht, noch für einen Schnitt von 6:00 min/km reicht? Wir werden sehen.
Oktober 2010
Hier läuft etwas ganz gewaltig falsch: Sarrazin und Mappus in Deutschland, Gert Wilders in Holland, die Tea-Party-Bewegung in den USA; und Berlusconi darf immer noch den Staat Italien zu seiner persönlichen Bereicherung missbrauchen. Wer wählt solche Leute? Gut, Mappus ist nicht gewählt, sondern eingesetzt worden. Das ist korrigierbar!
September 2010
Wie war der Sommer doch so schön,
ohn´ Beckmann, Kerner, Lanz zu sehn.
Mit Plasberg, Will und Maischenberger,
wird es auch nur immer ärger.
Drum drück´ ich nun nach Buhrows Tom
den Ausschaltknopf und spare Strom.
August 2010
Der „Damentag“ in verschiedenen Golfclubs wäre eine prima Erfindung (an diesem einen Tag kann Mann sich ja etwas anderes vornehmen) – wenn die Kaffeklatschgolferinnen, Beziehungsdurchhechlerinnen und „Passt die Farbe meiner Hose auch zum Fairway?“-Spielerinnen an den übrigen sechs Wochentagen Platzverbot hätten.
Juli 2010
Alle CDU-Nasen treten zurück (oder werden zurückgetreten), nur eine nicht. Die fährt in Urlaub. Will aber wiederkommen. Von mir aus dürfte sie ihren Urlaub ruhig verlängern. So um 30, 40 Jahre.
Juni 2010
Neun Monate sind nun vergangen seit der Bundestagswahl, und mit Blick auf die Umfragewerte (die FDP stürzt von 14 auf fünf, in manchen Umfragen gar auf drei Prozent) sollte man sich fragen, ob es nicht fair wäre, allen damaligen FDP-Wählern eine zweite Chance zu geben. Damit sie nicht jeden Tag neu bereuen müssen, was sie uns angetan haben.
Mai 2010
Gestern die üblichen rituellen Sprüche zum „Tag der Arbeit“. Wir haben das Arbeitszimmer renoviert. Gutes Gefühl.
April 2010
Ein Fundstück, das passt wie geschrieben für die heutige Zeit der Bankster und der liberalistischen Wirtschaftskriminalität:
„Das Primat der Freiheit wird durch das Primat der Gerechtigkeit ersetzt und Gesetze notwendig werden, die wir heute noch als Eingriff ins Private ableh-nen. Sie werden objektiv nötig sein. Die Welt wird sozialistischer werden, die freie Marktwirtschaft durch die schiere Not ein Ende nehmen, kommunistische Ideen werden zurückkehren.“ (Friedrich Dürrenmatt, Gedankenfuge, 1990)
«Ach, du willst den Kommunismus?», fragt die beste Ehefrau von allen.
«Moment», sage ich, «Dürrenmatt schreibt von der Wiederkehr kommunistischer Ideen! Das ist ein Unterschied.»
März 2010
Warum immer mosern? Heute morgen begrüßte mich kichernd der Buntspecht im Wald, und den Krokussen und Narzissen kann man zur Zeit beim Wettlauf um das erste Erblühen zuschauen. Gleichzeitig keimt das Gefühl, dass es diese Koalition tatsächlich nicht mehr lange macht. „Let the sunhine in.“
Februar 2010
Wäre es nicht langsam Zeit für „Die hard“, Teil 5?

Januar 2010
Denken – das tun ja alle, irgendwie. Nachdenken, das tun nur wenige. Dabei ist wirkliches Nach-Denken kluger Gedanken, die andere schon früher gedacht haben, eine gute Voraussetzung, irgendwann zum Vor-denken zu gelangen.
Dezember 2009
Ich ignoriere den Konsumzwang, ich möchte keine unerwünschten Geschenke umtauschen müssen, ich will auch kein Gezänk im nur einmal im Jahr so eng zusammenrückenden Familienkreis. Doch es ist schön zu wissen, dass nach dem 25. Dezember die Wintersonnenwende vorüber ist und die Tage wieder länger werden.
November 2009
Im Umgang mit Problemen kann man drei Gruppen von Menschen unterscheiden: Die einen jammern. Andere suchen nach Lösungen. In der dritten Gruppe stecken die, die Probleme zum eigenen Vorteil auszunutzen versuchen. Gruppe drei kommt oft bei Gruppe eins gut an: Die Jammerer lassen sich lieber von flammenden Reden der Ausnutzer bestätigen, als bei der Lösung von Problemen zu helfen. Dann hätten sie ja nichts mehr zu jammern. Lieber bejammern sie später, dass die Ausnutzer sich auf ihre Kosten Vorteile verschaffen, ohne ein Problem wirklich zu lösen.
Oktober 2009/2
Die USA haben Bush und Cheney überlebt; dann werden wir auch Merkel und ihre wirtschaftskriminellen Partner die nächsten vier Jahre überleben.
Oktober 2009
In diesem Sommer waren es 2400 Kilometer mit dem Rad in die Redaktion; 330 Kilogramm CO2 gespart – und 240 Euro für Benzin.
September/Oktober 2009
Ihr habt es ja so gewollt!
September 2009
Vorschau: Was bleibt, ist die Hoffnung, auf eine Neuauflage der schwarz-roten Koalition, die nach spätestens zwei Jahren dann platzt – und Platz macht für ein rot-rotes Bündnis mit einer endlich grundlegend erneuerten SPD. Und 2019, eine Generation nach dem Mauerfall, gibt es dann die wieder vereinigte Linke. Durchhalten, Deutschland!
August 2009
Wimmere morgen wütend nicht, wer wider wohlfeiles Wissen gewählt,
was, walkürenhaft wogend, wolkig Wahnsinns Wege weist.

Juli 2009
Hurra, nun haben die Politiker also eingesehen, dass man versuchen sollte, den Anstieg der Temperatur weltweit auf zwei Grad zu beschränken. Jawoll! Und sie werden auch etwas tun. Bestimmt. Irgendwann.
Juni 2009
Ein langjähriger Kollege wird verabschiedet.
Würden nur die lobend ans Podium treten, denen er wirklich fehlen wird, könnte der Circus schnell vorüber sein.
Doch die Schlange derer ist lang, die mit einem geheuchelten Ständchen vor allem sich selber ins Licht rücken wollen.
Mai 2009
Das ist doch schön: Pocher und Kerner gehen zu SAT 1. Wieder ein Sender, den man ganz nach hinten programmieren kann – um ihn nie wieder einzuschalten.
April 2009
Die Silberschwärme auf den Autobahnen scheinen auszubleichen: Allmählich tauchen – nach japanischem Vorbild – immer mehr weißlackierte Autos auf.
März 2009
Jetzt sollten es auch die letzten bornierten Globalökonomen begriffen haben: In einer begrenzten Welt kann es kein unbegrenztes Wachstum geben. Aber vermutlich interessiert das die meisten ja gar nicht, da sie nur hoffen, möglichst noch rechtzeitig ihr Konto auf Kosten der anderen für ihre zweite Lebenshälfte zu füllen, in der sie sich nicht mehr darum kümmern müssen, was rings um ihre selbstgeschaffene Oase geschieht. Wenn sie sich da mal nicht täuschen.
Februar 2009
Schön wär´s, lieber Kurt W., lieber Bert B.: „Zuerst kommt das Fressen, dann kommt die Moral.“ Tatsache ist aber doch, dass die, die am meisten zu fressen haben, all diese Ackermänner, Esser und Zumwinkel, gleichzeitig die sind, die am wenigsten Moral haben.
Januar 2009
Die Tatsache, dass diese kleine, dicke Frau mit den Vier-Knopf-Jacken - den veröffentlichten Umfrageergebnissen nach - immer noch so beliebt und vertrauenswürdig erscheint, belegt doch nur, wie weit unsere Gesellschaft auf dem Pfad der Berlusconisierung durch die Boulevardmedien schon in die durchaus beabsichtigte Verdummung verschleppt worden ist.
Dezember 2008
Die Folgen der digitalen Fotografie:
Ein Bild lügt mehr als 1000 Worte!
November 2008
SCHLIESS DIE TÜR UND BEGREIFE,
dass niemandem etwas fehlt,
wenn du fehlst, begreife,
dass du der einzige bist der ohne Pause
über dich nachdenkt,
dass du die Tür schließen kannst
ohne viel Aufhebens und ohne Angst,
es könne dich einer beobachten.
Dich beobachtet keiner.
Du fehlst keinem.
Wenn du das begriffen hast, kannst du die Tür schließen hinter dir.
(Thomas Brasch, 1978)
Oktober 2008
Wenn das Karl Marx noch erlebt hätte: Da stehen weltweit die Vorstände der größten Banken bei ihren Regierungen an und flehen darum, bitte schön, verstaatlicht zu werden!
September 2008
„Was trinkst Du?“ „Bionade. “
„Warum?“ „Na ja, alle trinken doch jetzt Bionade. Und Du? “
„Sicher keine Bionade.“
„Warum?“ „Eben deswegen.“
August 2008
Warum sagt eigentlich niemand diesen gestriegelten „Junior Executive Assistants“ - oder wie immer sie sich nennen mögen -, dass braune Schuhe zu grauen Anzügen einfach unmöglich aussehen?
Juli 2008
Am Hochufer der Elbe, unten die Sonntagsspaziergänger. Wie viele von denen mögen je darüber nachgedacht haben, wie zufällig, sinnlos und überflüssig sie auf der Welt sind?
Juni 2008
Im Urlaub noch einmal Hume: „Während wir die Eitelkeit des menschlichen Lebens beobachten und alle Gedanken auf die leere und vergängliche Natur von Reichtum und Ehren richten, schmeicheln wir dabei vielleicht nur unserer natürlichen Trägheit, die aus Hass auf das unruhige Treiben der Welt einen Vorwand sucht, um sich gehen zu lassen.“ Lohnt sich, drüber nachzudenken.
Mai 2008
Das 4-P-Gesetz menschlicher Beziehungen:
Aus Paarungs- werden Problemgemeinschaften;
mit Glück erwachsen daraus Partner- und schließlich Pflegegemeinschaften. Alternativ steht vor jeder neuen Station das fünfte P: Packen.
April 2008
Flughafen Frankfurt. Ich muss mich wiederholen (siehe unten), aber es verblüfft mich immer wieder: Ob ZEIT oder FAZ, SZ oder Washington Post, es liegt alles im Warteraum vor dem Check In. Und was nehmen die Jungschnösel im taubenblauen Einheitstuch? Die BLÖD-Zeitung. Ich finde die Vorstellung zum Fürchten, dass diese Fünf-Wort-Satz-Leser vielleicht ein paar Stunden später Dinge diskutieren, die über viel Geld und die Arbeitsplätze von Tausenden entscheiden können.
März 2008
München-Garching, Wissenschaft und Industrie treffen sich, um gemeinsam zu überlegen, wie man Innovationen zu Geld machen kann. Vier Dinge sind ganz wichtig, sagt ein Vertreter der Kosmetik und Pharmabranche: Ein neues Produkt, das gekauft werden soll, muss erstens Emotionen wecken, zweitens ein gutes Gefühl bei der Anwendung auslösen, und drittens in der Anwendung selbst bequem sein. Fehlt noch was? Ach ja, viertens soll es auch wirken, irgendwie, ein bisschen...
Februar 2008
Eigentlich ist die Wirtschaft ja selber schuld: Immer, wenn ich mich nach angemessener Prüfung und Abwägung entschieden habe, welches Produkt ich mir kaufen will – ob iPod oder Organizer –, kommt die Ankündigung, dass es in wenigen Monaten ein besseres Gerät geben wird. Na, dann kann ich ja auch noch ein bisschen warten. Und wenn ich mich dann gerade über das neue Angebot informiert habe, kommt die Ankündigung, dass ...; na dann ...
Januar 2008
Wer soll sich denn da noch auskennen: Manche Leute haben immer noch Weihnachtsbeleuchtung im Garten, im Fernsehen tobt der Karneval und in den Geschäften ist längst Ostern ausgebrochen. Aber keiner weiß, was er da eigentlich feiert. Will aber wohl auch keiner wissen. Würde ja nur stören, beim Kaufen, Kaufen, Kaufen...
Dezember 2007
Du schaust Dich auf Veranstaltungen um und siehst ihnen beim „social networking“ zu; früher nannte man das Schleimen und Intrigieren.
November 2007
Das sind mir die liebsten Zeitgenossen: In Jack-Wolfskin-Weste („draußen zu Haus“) hinter dem Lenkrad einer allradgetriebenen Spritschleuder am Sonntag über die Waldwege rumpeln und mit dem angeschraubten Bullenfänger Spaziergänger und Jogger in den Graben drängen.
Oktober 2007
Der Schweizer Architekt Heinz Julen will das Kleine Matterhorn in der Schweiz mit Beton und Stahl um 117 Meter aufstocken, von 3883 Meter auf 4000 Meter. Eine Seilbahn soll von (s)einem neuen Hotel zu einer Aussichtsplattform am höchsten Punkt fahren, weil Julens Meinung nach auch Fußlahme das Recht haben, aus 4000 Metern Höhe auf die Welt zu schauen. HABEN SIE NICHT! Jedem, der sich ein Naturschauspiel erobert, sei es gegönnt. Das heißt aber nicht, dass man für alle, die zu alt, zu krank oder einfach zu faul sind, in jedes abgelegene Tal eine Autobahn und auf jeden Gipfel eine Seilbahn bauen darf.
September 2007
Hamburg-Frankfurt: Wenn man am Flughafen beobachtet, wie viele Anzugträger nichts anderes als die Bildzeitung lesen, muss man sich über die Güte vieler Entscheidungen in deutschen Unternehmen nicht wundern.
August 2007
Auf Reisen fällt immer besonders auf, wie hässlich die meisten Menschen sind. Und sie tun alles, um noch hässlicher auszusehen.
Juli 2007
Bali: Dickbäuchige, schwitzende Europäer verschwinden mit 12-jährigen Mädchen an der Hand. Ägypten: Fette Amerikanerinnen in rosa Stretch-Shorts, rotverbrannte Engländerinnen in Spagettiträger-Fähnchen, Italienerinnen nur mit einem durchsichtigen Tuch über dem Bikini lassen sich durch historische Tempelanlagen schleusen. Darf es uns da wirklich wundern, wenn den Einheimischen das Blut kocht?
Das muss ja gesagt werden:
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